Bestattung Qualität Unternehmen

Frauen im Bestattungsgewerbe

In großen Firmen, in kleinen Familienunternehmen

In allen Medien wird über die stetig wachsende Frauenquote gesprochen, sei es in großen Aktiengesellschaften, bei dessen Vorstand diese erreicht werden soll, als auch in Kleinunternehmen, bei welchen die männlichen und weiblichen Mitarbeiter Hand in Hand ihre Arbeit verrichten. Insbesondere im Bestattungsgewerbe unterliegt genau diese Quote seit der Einführung der Ausbildung zur Bestattungsfachkraft (2003) einer stetigen Steigerung. Immer mehr Frauen interessieren sich für den Beruf, wodurch dieser schon lange keine Männerdömäne mehr ist. Dies liegt zum einen am gesellschaftlichen Wandel, welcher vom traditionellen Bild des „alten Mannes im biederen Anzug“ abrückt, als auch an der Vielfältigkeit des Berufsbildes eines Bestatters. Stand früher das Handwerk, der Sargbau- und Verkauf im Vordergrund, steht hier heute der Dienstleistungsgedanke.
Am 19. Januar 2019 feierte das Frauenwahlrecht in Deutschland 100-jähriges Bestehen. Auch wir wollen dies zum Anlass nehmen und in diesem Zusammenhang auf die wachsende Eingliederung der Gleichberechtigung in allen Bereichen des Lebens – hier insbesondere der Bestattungsbranche – aufmerksam machen.

(Statistik der Männer/Frauen-Quote angehender Bestattungsfachkräfte, Quelle: Bestattungskultur, BDB Düsseldorf)

Bestatter/in – ein Knochenjob?

Trotz allen Wandels schrecken einige Frauen vor dem Berufsfeld des Bestatters zurück, da sie die Befürchtung haben den körperlichen Anforderungen nicht gewachsen zu sein. Es geht dabei nicht nur um körperliche Arbeit, sondern viel mehr um die Arbeit mit Kopf und Geist. Empathie spielt dabei eine sehr große Rolle, da es sich bei einem Trauerfall um einen Ausnahmezustand bei den Hinterbliebenen handelt. Auch wir bilden in unserem Unternehmen weibliche Bestattungsfachkräfte aus. Wie jedes Jahr nehmen wir hier gerne Bewerbungen von männlichen, wie auch weiblichen Interessenten entgegen.
Zum aktuellen Zeitpunkt befindet sich Frau Gommersbach im Endspurt ihrer Ausbildung, sie selbst war zu Beginn der Ausbildung oft mit der Frage konfrontiert:

Warum möchten Sie als junge Frau diesen Beruf erlernen ?

Julia Gommersbach

„Meiner Meinung nach ist der Beruf des Bestatters schon länger kein reiner Männerberuf mehr. Dies sieht man vor allem in den Berufsschulklassen, die zum Teil aus weitaus mehr Frauen als Männern bestehen. Der körperlichen Arbeit bin ich als Frau durchaus gewachsen, für schwierigere Situationen gibt es zudem auch zahlreiche Hilfsmittel, die diesen Teil der Arbeit angenehmer gestalten (und das nehmen nicht nur die weiblichen Mitarbeiter gerne in Anspruch). Ein großer Teil der Arbeit besteht aus der Betreuung der Angehörigen. Hierbei sind Fähigkeiten, die man oftmals speziell Frauen zuschreibt, von großer Hilfe. Dazu zählen Empathie, Einfühlungsvermögen, Zuhören können und organisatorisches Arbeiten. Ich sehe keinerlei Gründe, warum Frauen vor diesem Beruf zurückschrecken sollten. Bisher habe ich auch keine gegenteiligen Erfahrungen gemacht.“