Bestattungsvorsorge

Spaziergänge: Sonja und Joachim Reber über den Landauer Friedhof und durch die Weinberge

Sonntagmorgen, Landau. Sonja und Joachim Reber treffen sich, wie so oft am Wochenende, zu einem gemeinsamen Spaziergang. Der Weg führt sie über den Landauer Friedhof, später weiter hinaus in die Weinberge – und mittendrin, wie nebenbei, geht es um das, was ihren Alltag prägt: die Arbeit im Familienunternehmen, die Menschen, denen sie begegnen, Bestattungsvorsorge Landau und die Fragen, die sie beide seit Jahren beschäftigen.

Sonja: „Man merkt, wie sehr das ein Tabuthema ist“

Schon in den ersten Minuten des Spaziergangs kommt das Gespräch auf die Berater im Team – und darauf, wie viel Fingerspitzengefühl deren Arbeit heute verlangt.

„Ich bewundere unsere Berater dafür, wie viel Geduld sie im Umgang mit den Wünschen der Angehörigen aufbringen“, sagt Sonja. „Mittlerweile organisieren wir Kaffeetrinken, Trauerfeiern an ungewöhnlichen Orten – was auch immer die Angehörigen sich wünschen.“

Von dort ist der Gedankensprung zur Vorsorge nicht weit. Sonja erzählt von einem Gespräch, das sie erst kürzlich geführt hat – mit Freunden ihrer Eltern, die sich Sorgen um ihre Kinder machen, ihnen aber keine „Arbeit“ mit dem Thema machen wollen.

Tabu adé – Bestattungsvorsorge Landau

„Wir merken immer mehr, wie stark Vorsorge noch ein Tabuthema ist – selbst bei Menschen, die genau wissen, worum es geht“, sagt Joachim. „Wir hatten schon Fälle, in denen jemand einen Termin bei uns hatte und dann an der Kreuzung wieder umgedreht ist, weil er nicht ins Bestattungsunternehmen wollte. Deshalb sagen wir: Wir kommen zu Ihnen nach Hause.“

Am Friedhof: „Ihr wisst, wovon wir sprechen“

Der Weg führt die Geschwister über den Landauer Friedhof. Zwischen den Gräbern wird Sonja nachdenklich.

„Wenn ich mir vorstelle, wie viele Menschen hier schon aufgebahrt lagen, mit denen wir früher gelebt haben“, sagt sie, „dann sagen die Angehörigen oft: Ihr habt es ja auch erlebt, ihr wisst, wovon wir sprechen, ihr wisst, wie schlecht es uns gerade geht.“

Diese Nähe – zu den Menschen, die sie begleiten, und oft auch persönlich zu den Verstorbenen selbst – ist für Sonja und Joachim kein Nebeneffekt des Berufs, sondern sein Kern.

„Wir bei Reber Bestattungen vertreten den Pietätsgrundsatz“, sagt Joachim, während der Friedhof hinter ihnen zurückbleibt und die ersten Weinberge in Sicht kommen. „Es ist unsere Philosophie, jeden Verstorbenen auf dieselbe Weise, mit derselben Pietät und Würde, einzubetten. So erfüllen wir zum einen unseren eigenen Qualitätsanspruch als letzten Dienst am Verstorbenen – und geben den Angehörigen die Sicherheit, nach der Abschiednahme ein würdiges, bleibendes Bild der Erinnerung an ihren Verstorbenen zu behalten.“

Zwischen Reihen und Reben

Es sind diese Spaziergänge, bei denen sich zeigt, wie eng Beruf und Familie bei den Rebers miteinander verwoben sind. Zwischen Grabreihen und Rebzeilen entstehen die Gespräche, aus denen später Entscheidungen werden – über neue Angebote, über den Umgang mit Angehörigen, über die Frage, wie man ein Tabuthema behutsam ansprechbar macht. Am Ende des Weges steht dann meist dieselbe Gewissheit: dass Nähe, Geduld und Würde keine Konzepte sind, sondern eine Haltung, die man lebt.

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